Matcha-Tiramisu
Einleitung
Matcha-Tiramisu ist eines dieser Desserts, bei dem zwei Küchen aufeinandertreffen und etwas entsteht, das besser schmeckt als die Summe seiner Teile. Herb-süßes japanisches Matcha-Pulver ersetzt den klassischen Espresso, trifft auf samtige Mascarponecreme und saftige Löffelbiskuits. Das Ergebnis: ein Dessert mit leuchtend grüner Farbe, das gleichzeitig cremig, aromatisch und überraschend leicht schmeckt.
Das Besondere an diesem Rezept: Du brauchst weder einen Ofen noch rohe Eier. Die Zubereitung dauert gerade einmal 30 Minuten aktive Arbeit, den Rest erledigt der Kühlschrank über Nacht. Die Kombination aus bitterem Matcha und süßer Mascarpone ergibt ein Geschmacksprofil, das weniger schwer ist als das Original mit Kaffee und trotzdem unglaublich aromatisch.
In diesem Rezept zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du ein perfektes Matcha-Tiramisu zubereitest. Du erfährst, welches Matcha-Pulver sich am besten eignet, warum die Wassertemperatur entscheidend ist und wie du die Löffelbiskuits richtig tränkst, damit dein Tiramisu saftig wird, ohne matschig zu sein.
Für das perfekte Matcha-Tiramisu brauchst du hochwertiges Matcha-Pulver in Koch-Qualität (Culinary Grade), das dem Dessert seine leuchtend grüne Farbe und den herb-süßen Geschmack verleiht.
Wissenswertes
Wie ein italienischer Klassiker auf japanischen Grüntee trifft
Die Herkunft des Tiramisu ist bis heute ein kulinarischer Streitfall zwischen zwei norditalienischen Regionen. Die bekannteste Version besagt, dass das Dessert am 24. Dezember 1969 im Restaurant Le Beccherie in Treviso (Venetien) entstand.
Alba di Pillo, die Frau des Restaurantbesitzers Ado Campeol, soll es gemeinsam mit dem Konditor Roberto Linguanotto kreiert haben. Linguanotto verstarb 2021 im Alter von 81 Jahren und wurde in zahlreichen Nachrufen als Tiramisu-Erfinder gewürdigt. Allerdings beansprucht auch die Region Friaul-Julisch Venetien das Dessert für sich und hat die Einschreibung als typisches regionales Erzeugnis in das offizielle PAT-Verzeichnis erfolgreich beantragt.
Der Name tirami su bedeutet im Italienischen zieh mich hoch oder muntere mich auf, ein Verweis auf die belebende Wirkung von Espresso und Zucker. Mascarpone, das Herzstück der Tiramisu-Creme, wurde um 1600 in der Lombardei südwestlich von Mailand erfunden. Streng genommen ist Mascarpone kein Käse, sondern eine Frischkäsezubereitung: Pasteurisierte Sahne wird auf etwa 85 Grad erhitzt und mit Zitronen- oder Essigsäure versetzt.
Die Matcha-Variante des Tiramisu ist eine vergleichsweise junge Fusion-Kreation, die japanisches Tee-Erbe mit italienischer Dessert-Tradition verbindet. Statt Espresso werden die Löffelbiskuits in einer Matcha-Tränke getaucht, was dem Dessert eine leuchtend grüne Farbe und ein herb-süßes Aroma verleiht.
Matcha-Qualität verstehen: Ceremonial Grade vs. Culinary Grade
Echter Matcha wird aus der Teepflanze Camellia sinensis gewonnen. Einige Wochen vor der Ernte werden die Pflanzen mit Netzen beschattet, dieser Beschattungsprozess regt die Produktion von Chlorophyll und der Aminosäure L-Theanin an und gibt dem Matcha seine intensive grüne Farbe und den charakteristischen Umami-Geschmack. Nach der Ernte werden die Blätter gedämpft, getrocknet und in Steinmühlen zu feinstem Pulver gemahlen.
Beim Kauf unterscheidet man zwei Qualitätsstufen: Ceremonial Grade Matcha wird nur aus den jüngsten Trieben der ersten Frühlingsernte hergestellt, er ist mild, umami-betont und kostet zwischen 30 und 100 Euro für 30 Gramm. Culinary Grade Matcha stammt aus älteren Blättern späterer Ernten, hat einen kräftigeren, leicht bitteren Geschmack und ist mit 0,30 bis 0,70 Euro pro Gramm deutlich günstiger. Für Matcha-Tiramisu eignet sich Culinary Grade am besten, da die intensivere Farbe und der kräftigere Geschmack in Kombination mit der süßen Mascarponecreme besonders gut zur Geltung kommen.
Hochwertiger Matcha stammt vor allem aus den japanischen Regionen Uji bei Kyoto, Nishio in der Präfektur Aichi und Kagoshima auf Kyushu. Wichtig: Ceremonial Grade ist kein geschützter Begriff, daher lohnt sich ein Blick auf Herkunftsangaben und Farbe, hochwertiger Matcha leuchtet intensiv jadegrün.
Matcha als grüner Kraftspender: Antioxidantien, L-Theanin und sanftes Koffein
Matcha enthält etwa zehnmal so viele Antioxidantien wie andere Grüntees, da beim Trinken das gesamte Blatt als feines Pulver aufgenommen wird und nicht nur ein Aufguss. Besonders hervorzuheben ist der Gehalt an Catechinen, insbesondere EGCG (Epigallocatechingallat), das als eines der wirksamsten pflanzlichen Antioxidantien gilt. Die Aminosäure L-Theanin, die durch die Beschattung der Teepflanzen in besonders hoher Konzentration vorliegt, wirkt beruhigend und konzentrationsfördernd zugleich.
Das Koffein im Matcha ist an Polyphenole gebunden und wird deshalb langsamer freigesetzt als im Kaffee: Statt eines schnellen Koffein-Peaks erlebt man eine sanfte, lang anhaltende Wachheit ohne Nervosität. Darüber hinaus liefert Matcha die Vitamine B1, B2, B3, C, E und K sowie Mineralstoffe wie Calcium und Kalium. Für ein Matcha-Tiramisu sind die gesundheitlichen Vorteile natürlich nur ein netter Nebeneffekt, denn die Mascarpone und der Zucker machen aus dem Dessert keine Gesundheitskost.
Aber der herbere Geschmack des Matcha sorgt dafür, dass das Tiramisu insgesamt weniger süß und etwas raffinierter schmeckt als die klassische Espresso-Variante.
In huebschen Glaesern serviert zeigt das Matcha-Tiramisu seine leuchtend gruenen Schichten besonders eindrucksvoll.
Zutaten für 3 Personen
Creme
- 150 g Mascarpone (zimmerwarm, damit sie sich geschmeidig verrühren lässt)
- 45 g Zucker (Puderzucker löst sich noch gleichmäßiger auf)
- 120 ml Schlagsahne (gut gekühlt, mindestens 30 % Fett)
- 1 Päckchen Vanillezucker (optional, rundet die Creme harmonisch ab)
Boden
- 90 g Löffelbiskuits (ca. 12 bis 16 Stück)
Matcha-Tränke
- 8 g Matcha-Pulver (für die Tränke) (ca. 2 gehäufte TL, am besten Koch-Matcha (Culinary Grade))
- 60 ml Heißes Wasser (max. 80 °C, kochend heißes Wasser macht den Matcha bitter)
Topping
- 3 g Matcha-Pulver (zum Bestäuben) (ca. 1 TL, für ein intensives Grün)
Mit einem traditionellen Matcha-Besen aus Bambus (Chasen) schlägst du das Pulver besonders fein auf und vermeidest Klümpchen in der Tränke.
Zubereitung
Matcha-Tränke zubereiten

Gib die 10 g Matcha-Pulver durch ein feines Sieb in eine Schüssel, das verhindert Klümpchen und sorgt für eine samtweiche Tränke. Gieße das heiße Wasser (maximal 80 °C, kochend heißes Wasser würde den Matcha bitter machen) darüber und schlage alles mit einem kleinen Schneebesen oder einem Matcha-Besen kräftig auf, bis eine leuchtend grüne Flüssigkeit ohne Klümpchen entstanden ist. Rühre jetzt 2 Esslöffel vom Zucker ein, damit die Tränke eine dezente Süße bekommt, und stell die Schüssel beiseite, die Tränke darf gerne auf Zimmertemperatur abkühlen.
- Wenn du keinen Matcha-Besen hast, funktioniert ein kleiner Schneebesen oder sogar ein Milchaufschäumer wunderbar, Hauptsache, es bleiben keine Klümpchen übrig.
Mascarpone-Creme anrühren

Gib die Mascarpone zusammen mit dem restlichen Zucker und dem Vanillezucker in eine große Schüssel. Rühre alles mit einem Schneebesen oder den Quirlen des Handrührgeräts glatt, bis eine gleichmäßige, cremige Masse entstanden ist. Nicht zu lange rühren, sonst wird die Mascarpone zu weich und die Creme später nicht richtig fest. Die Mischung sollte schön geschmeidig sein, ohne Klümpchen, das ist die Basis für die unwiderstehlich samtige Matcha-Tiramisu-Creme.
- Die Mascarpone darf nicht eiskalt sein, sonst lässt sie sich schlecht verrühren und es entstehen Klümpchen. Nimm sie 15 Minuten vor dem Verarbeiten aus dem Kühlschrank.
Sahne steif schlagen und unterheben

Schlage die gut gekühlte Schlagsahne in einer separaten Schüssel mit dem Handrührgerät steif. Sie sollte schöne feste Spitzen bilden, nicht zu weich, aber auch nicht zu fest, sonst wird sie körnig. Heb die Schlagsahne in zwei bis drei Portionen mit einem großen Löffel oder Teigschaber vorsichtig unter die Mascarponecreme. Dabei immer von unten nach oben arbeiten und nicht rühren, sondern wirklich falten, so bleibt die Creme herrlich luftig und leicht. Genau diese Technik macht den Unterschied zwischen einem guten und einem richtig großartigen Tiramisu.
- Stell die Schüssel und die Quirle vorher 10 Minuten ins Gefrierfach, dann wird die Sahne schneller fest und hält besser.
Löffelbiskuits tränken und erste Schicht aufbauen

Nimm eine schöne Auflaufform (ca. 20 x 15 cm) oder vier einzelne Dessertgläser, im Glas sieht man die hübschen grünen Schichten besonders gut. Tunke die Hälfte der Löffelbiskuits einzeln und kurz in die abgekühlte Matcha-Tränke, ein bis zwei Sekunden pro Seite reichen aus. Die Biskuits sollen die Flüssigkeit aufnehmen, aber nicht durchweichen und auseinanderfallen. Leg sie dicht an dicht in die Form oder verteile sie auf die Gläser. Verteile die Hälfte der Mascarpone-Creme gleichmäßig über den getränkten Biskuits und streiche sie glatt.
- Tauche die Biskuits wirklich nur kurz ein, ein, zwei Sekunden pro Seite sind perfekt. Zu langes Baden macht das Tiramisu matschig.
Zweite Schicht aufbauen

Wiederhole den Vorgang: Tunke die restlichen Löffelbiskuits kurz in die Matcha-Tränke und schichte sie auf die erste Cremeschicht. Verteile die restliche Mascarpone-Creme darüber und streiche die Oberfläche mit einem Löffelrücken oder einer Palette schön glatt. Falls noch etwas Matcha-Tränke übrig ist, kannst du sie mit einem Teelöffel in feinen Linien über die Creme träufeln und mit einem Zahnstocher ein hübsches Marmormuster ziehen.
Durchkühlen und mit Matcha bestäuben

Decke das Matcha-Tiramisu mit Frischhaltefolie ab und stell es für mindestens 4 Stunden, am besten über Nacht, in den Kühlschrank. In dieser Zeit wird die Creme richtig fest, die Biskuits ziehen die Aromen auf und die Schichten verbinden sich zu einer harmonischen Einheit. Kurz vor dem Servieren nimmst du das Tiramisu aus dem Kühlschrank und bestäubst die Oberfläche großzügig mit dem restlichen Matcha-Pulver durch ein feines Sieb. So bekommt das Dessert seine typische, leuchtend grüne Farbe und eine leicht herbe Note, die perfekt zur süßen Creme passt.
- Bestäube das Matcha-Pulver erst kurz vor dem Servieren, denn das Pulver zieht Feuchtigkeit an und wird nach einer Weile dunkel und unansehnlich.
Nährwertangaben
Pro Portion: ca. 220 g
* Prozentangaben basieren auf einer Ernährung mit 2000 Kalorien pro Tag
Matcha-Tiramisu
Herb-süßes Matcha-Pulver trifft auf samtige Mascarponecreme und saftige Löffelbiskuits: dieses Matcha-Tiramisu ohne Backen gelingt in 30 Minuten und schmeckt wie ein Nachmittag in Kyoto.
Zutaten
- •150 g Mascarpone (zimmerwarm, damit sie sich geschmeidig verrühren lässt)
- •90 g Löffelbiskuits (ca. 12 bis 16 Stück)
- •8 g Matcha-Pulver (für die Tränke) (ca. 2 gehäufte TL, am besten Koch-Matcha (Culinary Grade))
- •3 g Matcha-Pulver (zum Bestäuben) (ca. 1 TL, für ein intensives Grün)
- •60 ml Heißes Wasser (max. 80 °C, kochend heißes Wasser macht den Matcha bitter)
- •45 g Zucker (Puderzucker löst sich noch gleichmäßiger auf)
- •120 ml Schlagsahne (gut gekühlt, mindestens 30 % Fett)
- •1 Päckchen Vanillezucker (optional, rundet die Creme harmonisch ab)
Zubereitung
- 1
Matcha-Tränke zubereiten
Matcha-Pulver mit heißem Wasser zu einer glatten, leuchtend grünen Tränke verrühren.
- 2
Mascarpone-Creme anrühren
Mascarpone mit Zucker und Vanillezucker zu einer glatten Creme verrühren.
- 3
Sahne steif schlagen und unterheben
Die Sahne steif schlagen und locker unter die Mascarponecreme heben.
- 4
Löffelbiskuits tränken und erste Schicht aufbauen
Die Hälfte der Löffelbiskuits in die Matcha-Tränke tauchen und als erste Schicht in die Form legen.
- 5
Zweite Schicht aufbauen
Die restlichen Biskuits und Creme als zweite Schicht aufsetzen und die Oberfläche glatt streichen.
- 6
Durchkühlen und mit Matcha bestäuben
Das Tiramisu mindestens 4 Stunden kühlen und vor dem Servieren großzügig mit Matcha bestäuben.
Rezept von Die Mama kocht
Tipps & Tricks
Variationen
Für eine besonders spannende Note gibst du eine Schicht weiße Schokoladenraspel zwischen die Cremeschichten, die milde Süße der weißen Schokolade harmoniert traumhaft mit dem herben Matcha. Frische Himbeeren oder Erdbeeren zwischen den Schichten bringen einen wunderbaren farblichen und geschmacklichen Kontrast. Wer es für Erwachsene etwas raffinierter mag, gibt einen Schuss Sake oder Rum in die Matcha-Tränke, das verleiht dem Dessert eine warme, elegante Tiefe. Und für eine leichtere Variante kannst du einen Teil der Mascarpone durch Magerquark oder griechischen Joghurt ersetzen, das spart Kalorien und schmeckt herrlich frisch. Wenn du noch mehr Inspiration fuer Fusion-Desserts suchst, probier auch mein <a href="/blog/dubai-schokolade-rezept">Dubai-Schokolade Rezept</a>.
Aufbewahrung
Matcha-Tiramisu hält sich abgedeckt im Kühlschrank problemlos 2 bis 3 Tage, es schmeckt am zweiten Tag sogar oft noch besser, weil die Aromen richtig schön durchgezogen sind. Wichtig ist, dass du es immer gut mit Frischhaltefolie abdeckst, damit es keine Gerüche aus dem Kühlschrank annimmt. Einfrieren würde ich das fertige Tiramisu nicht empfehlen, weil die Creme beim Auftauen ihre luftige Konsistenz verliert und die Biskuits matschig werden. Die Matcha-Tränke allein lässt sich aber prima in einem verschlossenen Glas im Kühlschrank aufbewahren und hält so bis zu einer Woche.
Serviervorschlag
Matcha-Tiramisu ist das perfekte Dessert für einen besonderen Anlass oder ein gemütliches Essen mit Freunden. In hübschen Gläsern angerichtet und mit einem kleinen Matcha-Häufchen auf der Creme garniert, macht es auf jedem Tisch richtig was her. Dazu passt ein Glas gekühlter Prosecco oder ein leichter Weißwein wie ein Grüner Veltliner, der die herbe Matcha-Note wunderbar ergänzt. Für einen stimmigen japanisch-italienischen Nachmittag servierst du dazu eine Tasse hochwertigen Matcha-Tee, das rundet das Geschmackserlebnis perfekt ab.
Produktempfehlung
Mit einem traditionellen Matcha-Besen aus Bambus (Chasen) schlägst du das Pulver besonders fein auf und vermeidest Klümpchen in der Tränke.
Matcha-Tiramisu ist das perfekte Dessert fuer einen besonderen Anlass oder ein gemuetliches Essen mit Freunden.
Ich hoffe, dieses Rezept für Matcha-Tiramisu macht dir genauso viel Lust aufs Nachmachen wie mir beim Schreiben! Es ist wirklich eines dieser Desserts, bei denen wenig Aufwand und großer Geschmack zusammenkommen: 30 Minuten Arbeit, kein Backen, keine rohen Eier und ein Ergebnis, das auf jedem Tisch Eindruck macht. Die Kombination aus herbem Matcha und cremiger Mascarpone ist so stimmig, dass du dich fragen wirst, warum Tiramisu jemals anders gemacht wurde. Probier es unbedingt aus, und wenn du mutig bist, experimentiere mit den Variationen: weiße Schokolade, frische Himbeeren oder ein Schuss Sake bringen spannende neue Geschmacksnuancen. Und wenn du Lust auf ein weiteres sommerliches Dessert hast, schau dir auch mein Erdbeer-Tiramisu Rezept an!
Wenn dich die japanische Dessertküche begeistert, findest du in einem guten Kochbuch noch viele weitere Rezepte wie Mochi, Dorayaki und Matcha-Cheesecake zum Nachkochen.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist Matcha-Tiramisu und wie unterscheidet es sich vom klassischen Tiramisu?
Matcha-Tiramisu ist eine japanisch-italienische Fusion-Variante des Dessertklassikers. Statt Espresso werden die Löffelbiskuits in einer Tränke aus Matcha-Pulver und heißem Wasser getaucht. Die Mascarponecreme bleibt gleich, wird aber nicht mit Kakao, sondern mit Matcha bestäubt. Das Ergebnis ist ein Dessert mit leuchtend grüner Farbe und einem herb-süßen Geschmack, der weniger bitter als Kaffee, aber aromatischer als viele andere Tiramisu-Varianten ist.
Welches Matcha-Pulver eignet sich am besten für Tiramisu?
Für Matcha-Tiramisu eignet sich Culinary Grade Matcha am besten. Er hat eine intensivere Farbe und einen kräftigeren Geschmack als Ceremonial Grade, was in Kombination mit der süßen Mascarponecreme besonders gut zur Geltung kommt. Außerdem ist er mit 0,30 bis 0,70 Euro pro Gramm deutlich günstiger. Achte auf leuchtend jadegrüne Farbe und japanische Herkunft, zum Beispiel aus der Region Uji bei Kyoto.
Warum darf das Wasser für die Matcha-Tränke nicht kochen?
Bei Temperaturen über 80 °C setzt Matcha verstärkt Bitterstoffe (Catechine) frei, die den Geschmack unangenehm herb machen. Idealerweise hat das Wasser eine Temperatur von 70 bis 80 °C. Ein einfacher Trick: Das Wasser nach dem Kochen etwa zwei Minuten abkühlen lassen, dann hat es die richtige Temperatur.
Kann ich Matcha-Tiramisu ohne Ei zubereiten?
Ja, viele Matcha-Tiramisu-Rezepte kommen komplett ohne Ei aus. Die Creme besteht dann nur aus Mascarpone, Zucker und steif geschlagener Sahne. Das macht das Dessert auch für Schwangere und Kleinkinder unbedenklich, da kein Salmonellenrisiko durch rohe Eier besteht.
Wie lange muss Matcha-Tiramisu im Kühlschrank durchziehen?
Mindestens 4 Stunden, idealerweise über Nacht. In dieser Zeit wird die Mascarponecreme fest, die Löffelbiskuits nehmen die Matcha-Aromen auf und die Schichten verbinden sich harmonisch. Das Tiramisu schmeckt am zweiten Tag oft sogar noch besser, weil alles richtig schön durchgezogen ist.
Ist Matcha-Tiramisu vegan möglich?
Ja, die Mascarpone lässt sich durch Cashew-Creme aus eingeweichten, pürierten Cashewkernen oder durch Seidentofu ersetzen. Statt Sahne eignet sich aufschlagbare Hafer- oder Kokossahne. Vegane Löffelbiskuits sind im Handel erhältlich, alternativ funktioniert ein selbst gebackener veganer Biskuit in Streifen geschnitten.
Warum ist mein Matcha-Tiramisu bitter geworden?
Die häufigsten Ursachen sind zu heißes Wasser (über 80 °C) beim Anrühren der Tränke oder zu viel Matcha-Pulver. Auch minderwertiger Matcha mit hohem Stängelanteil kann bitter schmecken. Achte auf die richtige Wassertemperatur und verwende hochwertigen Culinary Grade Matcha aus Japan.
Wie lange ist fertiges Matcha-Tiramisu haltbar?
Im Kühlschrank hält sich Matcha-Tiramisu abgedeckt 2 bis 3 Tage. Wichtig ist, dass es gut mit Frischhaltefolie abgedeckt wird, damit es keine Gerüche annimmt. Einfrieren wird nicht empfohlen, da die Creme beim Auftauen ihre luftige Konsistenz verliert. Das Matcha-Pulver zum Bestäuben erst kurz vor dem Servieren auftragen, da es Feuchtigkeit anzieht und nachdunkelt.

















