Koreanischer Kartoffelsalat Gamja Salad cremig angerichtet in einer Schale mit Ei, Gurke, Apfel und Mais als Beilage
Koreanischer Kartoffelsalat Gamja Salad cremig angerichtet in einer Schale mit Ei, Gurke, Apfel und Mais als Beilage
Salate & Bowls

Koreanischer Kartoffelsalat

35 Min.
4 Portionen
Einfach
Zum Rezept Kurzrezept

Cremiger Kartoffelsalat mit Kewpie-Mayo, Gurke, Ei und Apfel — die koreanische Beilage, die jedes Grillbuffet bereichert.

Einleitung

Koreanischer Kartoffelsalat ist für mich die perfekte Antwort auf die Frage, warum klassische Gerichte in jeder Küche der Welt ein bisschen anders und oft überraschend gut schmecken. Gamja Sälleodeu, so heißt er auf Koreanisch, hat mich beim ersten Bissen sofort überzeugt: cremig, leicht süßlich und erfrischend anders als alles, was ich von deutschem Kartoffelsalat kenne.

Das Besondere an dieser Variante: Die Kartoffeln werden grob gestampft statt in Scheiben geschnitten, sodass eine halb cremige, halb stückige Konsistenz entsteht. Dazu kommen knackige Gurke, bunte Karottenwürfel, gehacktes Ei und süße Apfelstückchen, alles gebunden mit milder Kewpie-Mayonnaise und einem Hauch Zucker. Diese Mischung aus Texturen und dem süß-herzhaften Geschmacksprofil macht den Gamja Salad zu einer wunderbar vielseitigen Beilage, ob zum Grillen, als Banchan beim Korean BBQ oder einfach auf knusprigem Toast.

In diesem Rezept zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du den perfekten koreanischen Kartoffelsalat zu Hause zubereitest. Dazu gibt es alle Tipps aus meinem Vergleich von über zehn verschiedenen Rezepten, in nur 35 Minuten steht diese köstliche Beilage auf deinem Tisch.

Kewpie Mayonnaise

Für den authentisch cremig-milden Geschmack empfehlen wir japanische Kewpie-Mayonnaise, sie enthält nur Eigelb statt Vollei und schmeckt deutlich reichhaltiger als herkömmliche Mayo.

Koreanischer Kartoffelsalat von oben fotografiert in einer dunklen Steinzeugschale mit Gurke, Karotte, Ei und Eigelbgarnitur

Koreanischer Kartoffelsalat aus der Vogelperspektive — cremig, bunt und voller Textur.

Wissenswertes

Vom US-Armeestützpunkt zum koreanischen Liebling: Die Geschichte von Gamja Salad

Koreanischer Kartoffelsalat – auf Koreanisch Gamja Sälleodeu (감자샐러드) – ist kein uraltes Traditionsgericht, sondern ein Produkt kulinarischer Völkerverständigung. Die Kartoffel selbst kam erst im späten 19. Jahrhundert nach Korea und wurde während der Nachkriegszeit ab den 1950er-Jahren zum Grundnahrungsmittel, als Ernährungssicherheit höchste Priorität hatte.

Der Kartoffelsalat in seiner heutigen Form gelangte höchstwahrscheinlich über die amerikanischen Militärbasen nach dem Koreakrieg ins Land – ähnlich wie Budä Jjigä, der beruhmte Armeeeintopf aus Spam und Ramyeon. Die Koreaner adaptierten das amerikanische Rezept nach ihrem eigenen Geschmack: Sie fügten eine dezente Süße durch Zucker oder Reissirup hinzu, tauschten den scharfen Senf gegen milde Kewpie-Mayonnaise und ergänzten frische Zutaten wie Gurke, Apfel und Mais. So entstand eines der ersten koreanischen Fusion-Gerichte, lange bevor der Begriff überhaupt existierte.

Heute ist Gamja Salad aus der koreanischen Küche nicht mehr wegzudenken – er wird als Banchan in BBQ-Restaurants serviert, in Bäckereien als Sandwich-Füllung verkauft und gehört zum festen Repertoire jeder koreanischen Hausfrau.

Banchan-Kultur: Warum Kartoffelsalat in Korea mehr ist als nur eine Beilage

In der koreanischen Esskultur dreht sich alles um Banchan – kleine Beilagen, die gemeinsam in der Tischmitte stehen und zu Reis, Suppe und Hauptgericht gereicht werden. Diese Tradition reicht bis in die Zeit der Drei Königreiche (circa 300 n. Chr.) zurück, als der Buddhismus Fleischverzehr einschränkte und Gemüse-basierte Beilagen zum Herzstuck der koreanischen Küche wurden.

Je formeller das Essen, desto mehr Banchan-Schälchen stehen auf dem Tisch – das gilt als Zeichen von Gastfreundschaft und Wohlstand. Kostenlose Nachfüllungen sind dabei selbstverständlich, vom Strassenstand bis zum Spitzenrestaurant. Gamja Salad hat sich in diesem System als eines der beliebtesten modernen Banchan etabliert.

Anders als traditionelle Banchan wie Kimchi oder Kongnamul (Sojasprossen) repräsentiert er die jüngere, westlich beeinflusste Seite der koreanischen Küche. In koreanischen BBQ-Restaurants wird er häufig als kühler, cremiger Kontrast zum heiß gegrillten Fleisch serviert. Darüber hinaus hat Gamja Salad eine zweite Karriere als beliebte Sandwich-Füllung in koreanischen Bäckereien und Cafes hingelegt – dort wird er zwischen zwei Scheiben Weissbrot gepresst, in Dreiecke geschnitten und als praktischer Snack zum Mitnehmen verkauft.

Kewpie-Mayonnaise: Die geheime Zutat, die den Unterschied macht

Wer koreanischen Kartoffelsalat zum ersten Mal probiert, fragt sich oft: Warum schmeckt das so viel besser als normaler Kartoffelsalat? Die Antwort liegt zu großen Teilen in der Mayonnaise. Kewpie – seit 1925 in Japan hergestellt – unterscheidet sich grundlegend von europäischer Mayo. Während westliche Mayonnaise aus ganzen Eiern, Öl und Essig besteht, verwendet Kewpie außchließlich Eigelb, was ihr eine seidig-cremige Konsistenz verleiht.

Hinzu kommen milder Reisessig statt scharfem Weinessig sowie eine Prise MSG (Mononatriumglutamat), das den charakteristischen Umami-Geschmack erzeugt. Das Ergebnis ist eine Mayo, die reicher, würziger und weniger säurelastig schmeckt als ihr deutsches Pendant. In der japanischen Originalversion kommt manchmal sogar Dashi (Fischsud) zum Einsatz.

Kewpie-Mayo ist in jedem gut sortierten Asia-Laden erhältlich und an ihrer markanten, weichen Plastikflasche mit dem Kewpie-Puppen-Logo leicht zu erkennen. Wer keine Kewpie findet, kann normale Mayonnaise mit einem Spritzer Reisessig, einer Prise Zucker und einem halben Teelöfel MSG zu einer passablen Alternative aufpeppen.

Von Seoul nach TikTok: Wie Gamja Salad die sozialen Medien erobert

Koreanischer Kartoffelsalat profitiert vom anhaltenden Hallyu-Effekt – der globalen Welle koreanischer Popkultur, die von K-Pop über K-Dramas bis zur koreanischen Küche reicht. Auf TikTok teilen Food-Creator wie @lovekoreanfood und @bap_meogeo ihre Gamja-Salad-Rezepte, die Hashtags #koreanpotatosalad, #gamjasalad und #banchan generieren Millionen Aufrufe. Was das Gericht so perfekt für Kurzvideos macht: der befriedigende Moment, wenn die Kartoffeln gestampft werden, das Unterheben der bunten Zutaten und das finale Garnieren mit geriebenem Eigelb durch ein Sieb – ein visülles Highlight, das der Algorithmus belohnt.

Auch große Food-Accounts wie Tasty haben Gamja-Salad-Varianten aufgegriffen. Der Trend ist Teil einer grösseren Bewegung, bei der asiatische Comfort-Food-Klassiker wie Korean Corn Cheese, Tteokbokki und Gimbap den Sprung vom Nischen-Banchan zum globalen Mainstream-Gericht schaffen. Auf Pinterest verzeichnet das Suchvolumen für koreanischen Kartoffelsalat ein stetiges Wachstum, besonders in den wärmeren Monaten, wenn leichte, kalte Beilagen gefragt sind.

Stampfen, nicht püren: So gelingt die perfekte Konsistenz

Der Schlüssel zum authentischen koreanischen Kartoffelsalat liegt in der Textur: halb cremig, halb stückig – ein Mittelding zwischen Kartoffelpüree und grobem Kartoffelsalat. Mehlig kochende Kartoffeln wie Russet oder vorwiegend festkochende Sorten wie Yukon Gold eignen sich am besten, weil sie beim Stampfen teilweise zerfallen und eine natürliche Cremigkeit erzeugen. Wichtig: Die Kartoffeln nach dem Abgießen gut ausdampfen lassen, damit keine überschüssige Feuchtigkeit den Salat verwassert.

Dann mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer grob zerkleinern – niemals mit dem Mixer, sonst entsteht eine zähe, kleisterartige Maße. Das Dressing aus Mayonnaise, Zucker und Essig sollte zu den noch warmen Kartoffeln gegeben werden, denn warme Kartoffeln nehmen die Aromen deutlich besser auf als kalte. Ein oft unterschätzter Schritt: die Gurke nach dem Schneiden salzen und mindestens zehn Minuten ziehen lassen, dann gründlich ausdrücken.

So wird überschüssiges Wasser entzogen und der Salat bleibt auch am nächsten Tag noch cremig statt wässrig.

Nahaufnahme der cremigen Textur vom koreanischen Kartoffelsalat mit gestampften Kartoffeln, Gurkenscheiben und Eigelbkrümeln

Halb cremig, halb stückig, die typische Konsistenz macht den koreanischen Kartoffelsalat so besonders.

Zutaten für 3 Personen

Salat

  • 375 g Kartoffeln (mehlig oder vorwiegend festkochend) (Russet oder Yukon Gold eignen sich am besten)
  • 2 Stück Eier (hart gekocht)
  • 75 g Gurke (dünn geschnitten, gesalzen und ausgedrückt)
  • 45 g Karotte (in kleine Würfel geschnitten)

Dressing

  • 3 EL Mayonnaise (Kewpie-Mayo für den authentischen Geschmack, normale Mayo geht aber genauso)
  • 2 TL Zucker
  • 2 TL Essig oder Zitronensaft (Reisessig oder Apfelessig)
  • 2 TL Salz (zum Kochen und Abschmecken)

Extras

  • 1 kleiner Apfel (süße Sorte, z.B. Fuji) (in kleine Würfel geschnitten)
  • 30 g Mais (aus der Dose) (abgetropft)
Reisessig

Reisessig bringt die dezente, milde Säure, die den koreanischen Kartoffelsalat so erfrischend macht, deutlich sanfter als Weissweinessig.

Zubereitung

1

Kartoffeln kochen

Geschälte Kartoffelwürfel kochen zusammen mit Karottenwürfeln in einem großen Topf mit Salzwasser für den koreanischen Kartoffelsalat

Schäle die Kartoffeln und schneide sie in etwa 2 bis 3 Zentimeter große Stücke, sie müssen nicht perfekt sein, solange sie ungefähr gleich groß sind, damit alles gleichmäßig gar wird. Gib sie in einen großen Topf, bedecke sie mit kaltem Wasser und streü einen guten Teelöfel Salz dazu. Bring alles zum Kochen und lass die Kartoffeln dann bei mittlerer Hitze 15 bis 20 Minuten köcheln, bis du mit einer Gabel mühelos durchstechen kannst. In den letzten 5 Minuten gibst du die Karottenwürfel mit in den Topf, die kochen einfach mit und sind dann genau richtig bissfest.

Tipps:
  • Starte immer mit kaltem Wasser! Wenn du die Kartoffeln in kochendes Wasser gibst, werden sie außen matschig, während sie innen noch roh sind.
2

Eier hart kochen

Hart gekochte Eier werden in einer Schüssel mit Eiswasser abgeschreckt und anschliessend grob gehackt für den Kartoffelsalat

Während die Kartoffeln vor sich hinköcheln, setzt du in einem kleinen Topf Wasser auf und legst die Eier vorsichtig hinein. Lass sie nach dem Aufkochen genau 10 Minuten kochen, dann sind sie perfekt hart gekocht mit einem wunderbar goldgelben Eigelb. Giesse das heiße Wasser ab und schrecke die Eier sofort in einer Schüssel mit Eiswasser ab. Nach ein paar Minuten lassen sie sich ganz leicht schälen. Hacke die Eier grob, ruhig in grössere Stücke, damit man sie später im Salat noch schön sieht und spürt.

Tipps:
  • Wenn du ein besonders hübsches Finish willst, drücke etwas Eigelb von einem der Eier durch ein feines Sieb und heb es als Garnitur auf, das ist ein klassischer koreanischer Trick.
3

Gurke vorbereiten

Dünn geschnittene Gurkenscheiben werden gesalzen und kräftig ausgedrückt damit der koreanische Kartoffelsalat nicht wässrig wird

Schneide die Gurke in möglichst dünne Scheiben, am besten mit einem scharfen Messer oder einer Mandoline. Gib die Scheiben in eine Schüssel, streü einen halben Teelöfel Salz darüber und vermische alles mit den Händen. Lass die Gurke 10 Minuten stehen, während du dich um die anderen Zutaten kümmerst. In dieser Zeit zieht das Salz die überschüssige Flüssigkeit heraus. Nimm dann eine Handvoll Gurkenscheiben, drücke sie kräftig zwischen den Händen aus und leg sie beiseite. Wiederhole das mit dem Rest.

Tipps:
  • Dieser Schritt ist wirklich wichtig, überspringe ihn nicht! Ohne das Ausdrücken verwässert die Gurke den ganzen Salat, und die cremige Konsistenz geht verloren.
4

Kartoffeln stampfen

Gekochte Kartoffeln werden im Topf grob gestampft, halb cremig halb stückig, für die typische Konsistenz vom koreanischen Kartoffelsalat

Giesse die Kartoffeln und Karotten in ein Sieb ab und lass sie kurz abdampfen. Gib sie zurück in den warmen Topf und nimm einen Kartoffelstampfer oder einfach eine große Gabel. Jetzt wird gestampft, aber nicht zu eifrig! Das Geheimnis vom koreanischen Kartoffelsalat ist diese besondere Konsistenz: teils cremig, teils stückig. Du willst, dass ungefähr die Hälfte der Kartoffeln zu einem weichen Brei wird, während die andere Hälfte noch als kleine Stückchen erkennbar bleibt. Das gibt dem Salat diesen wunderbaren Biss, der ihn so besonders macht.

5

Dressing unterrühren

Mayonnaise, Zucker und Reisessig werden zu den noch warmen gestampften Kartoffeln gegeben und zu einem cremigen Dressing verrührt

Gib die Mayonnaise, den Zucker und den Essig direkt zu den noch warmen Kartoffeln und rühre alles gründlich durch. Die Wärme ist hier dein Freund, die Kartoffeln nehmen die Aromen viel besser auf, wenn sie noch warm sind, und die Mayo verbindet sich zu einer herrlich cremigen Maße. Schmeck einmal ab: Es sollte eine schöne Balance zwischen mild-süß und leicht säürlich sein. Wenn dir noch etwas fehlt, gib eine Prise mehr Zucker oder einen Spritzer Essig dazu, bis es für dich perfekt ist.

Tipps:
  • Die Süße ist typisch koreanisch und unterscheidet diesen Salat von der deutschen Variante. Trau dich ruhig, der Zucker macht den Salat nicht süß, sondern angenehm rund und mild.
6

Alles zusammenmischen

Gurkenscheiben, gehackte Eier, Apfelwürfel und Mais werden vorsichtig unter die cremige Kartoffelmasse gehoben

Jetzt wird zusammengefügt: Gib die ausgedrückten Gurkenscheiben, die gehackten Eier, die Apfelwürfel und den abgetropften Mais zu den Kartoffeln. Hebe alles mit einem großen Löffel oder Spatel vorsichtig unter, nicht wild umrühren, sonst zerfallen die schönen Stückchen. Du willst, dass jeder Bissen eine andere Überraschung bietet: mal ein Stück knackiger Apfel, mal ein cremiges Stück Ei, mal die frische Gurke. Genau diese Vielfalt an Texturen macht den koreanischen Kartoffelsalat so unwiderstehlich.

7

Durchziehen lassen und servieren

Fertiger koreanischer Kartoffelsalat hübsch angerichtet in einer Schale mit Eigelb-Garnitur nach dem Durchziehen im Kühlschrank

Decke den Salat ab und stelle ihn für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. In dieser Zeit verbinden sich die Aromen richtig schön miteinander, und der Salat bekommt seine perfekte Konsistenz. Schmeck vor dem Servieren noch einmal ab, nach dem Durchziehen braucht er vielleicht noch eine kleine Prise Salz. Richte den Salat in einer hübschen Schale an und garniere ihn, wenn du magst, mit dem durch ein Sieb gedrückten Eigelb, das leuchtende Gelb auf dem hellen Salat sieht einfach wunderschön aus und ist ein klassisches koreanisches Finish.

Tipps:
  • Gekühlt schmeckt er am besten, aber auch bei Raumtemperatur ist er ein Genuß, perfekt fürs Buffet oder als Beilage zum Grillen.

Nährwertangaben

Pro Portion: ca. 200 g

310kcal
Kalorien
16%
16g
Fett
21%
35g
Kohlenhydrate
13%
8g
Eiweiß
16%
3g
Ballaststoffe
11%

* Prozentangaben basieren auf einer Ernährung mit 2000 Kalorien pro Tag

Koreanischer Kartoffelsalat

Cremiger Kartoffelsalat mit Kewpie-Mayo, Gurke, Ei und Apfel — die koreanische Beilage, die jedes Grillbuffet bereichert.

Vorbereitung15 Min
Kochzeit20 Min
Gesamt35 Min
Portionen3
Portionen anpassen:
3

Zutaten

  • 375 g Kartoffeln (mehlig oder vorwiegend festkochend) (Russet oder Yukon Gold eignen sich am besten)
  • 2 Stück Eier (hart gekocht)
  • 75 g Gurke (dünn geschnitten, gesalzen und ausgedrückt)
  • 45 g Karotte (in kleine Würfel geschnitten)
  • 3 EL Mayonnaise (Kewpie-Mayo für den authentischen Geschmack, normale Mayo geht aber genauso)
  • 2 TL Zucker
  • 2 TL Essig oder Zitronensaft (Reisessig oder Apfelessig)
  • 2 TL Salz (zum Kochen und Abschmecken)
  • 1 kleiner Apfel (süße Sorte, z.B. Fuji) (in kleine Würfel geschnitten)
  • 30 g Mais (aus der Dose) (abgetropft)

Zubereitung

  1. 1

    Kartoffeln kochen

    Kartoffeln schälen, würfeln und in Salzwasser weich kochen.

  2. 2

    Eier hart kochen

    Parallel die Eier kochen und in Eiswasser abschrecken.

  3. 3

    Gurke vorbereiten

    Gurke dünn schneiden, salzen und die Flüssigkeit ausdrücken.

  4. 4

    Kartoffeln stampfen

    Die gekochten Kartoffeln abgießen und grob stampfen.

  5. 5

    Dressing unterrühren

    Mayonnaise, Zucker und Essig zu den warmen Kartoffeln geben.

  6. 6

    Alles zusammenmischen

    Gurke, Eier, Apfel und Mais vorsichtig unterheben.

  7. 7

    Durchziehen lassen und servieren

    Mindestens 30 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen.

Rezept von Die Mama kocht

Tipps & Variationen

Variationen

Wer es würziger mag, kann eine Prise weißen Pfeffer oder sogar eine halbe Messerspitze Gochugaru (koreanische Chiliflocken) untermischen, das gibt dem Salat einen dezenten Kick. Geröstete Sesamsamen als Topping bringen einen nussigen Crunch und machen das Ganze optisch noch ansprechender. Für eine fruchtigere Note tausche den Apfel gegen eine kleine Handvoll Rosinen oder getrocknete Cranberries aus, das ist in Korea ein beliebtes Extra. Und wenn du mal eine komplett andere Richtung ausprobieren willst, ersetze die Mayo durch ein Dressing aus Sesamöl, Sojasauce und einem Spritzer Reisessig.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank hält sich der Kartoffelsalat in einem geschlossenen Behälter problemlos 2 bis 3 Tage, er schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser, weil die Aromen weiter durchziehen. Vor dem Servieren einmal umrühren und bei Bedarf einen Löffel frische Mayo untermengen, falls er etwas trocken geworden ist. Einfrieren würde ich ihn nicht empfehlen, weil die Kartoffeln und die Mayo ihre Textur verlieren. Wenn du den Salat für ein Picknick oder eine Party vorbereiten willst, ist er ideal zum Vorkochen am Vorabend.

Serviervorschlag

In Korea wird Gamja Salad am liebsten als Banchan (Beilage) zu Reis und gegrilltem Fleisch serviert, probier ihn unbedingt mal neben Korean BBQ oder einfach zu knusprig gebratenem Hähnchen. Genauso gut passt er als Beilage zum Grillen im Sommer oder auf einem bunten Buffet. Wer ihn als leichtes Mittagessen geniessen will, serviert ihn auf knusprigem Toast oder in einem Sandwich, in Korea ein absoluter Klassiker aus dem Convenience Store. Dazu ein eiskaltes Bier oder eine Tasse Gerstentee, und du hast ein herrlich unkompliziertes Essen.

Koreanischer Kartoffelsalat serviert mit Banchan-Beilagen wie Kimchi, Reis und eingelegtem Rettich auf einem rustikalen Holztisch

Koreanischer Kartoffelsalat als Teil eines Banchan-Spreads, dazu passen Reis, Kimchi und Gerstentee.

Ich hoffe, dieses Rezept für den koreanischen Kartoffelsalat macht dir genauso viel Lust aufs Nachkochen wie mir beim Schreiben! Es ist wirklich eines dieser Rezepte, bei denen man sich fragt, warum man nicht schon viel früher darauf gekommen ist, cremiger Kartoffelsalat mit diesem wunderbar süß-herzhaften Twist, der ihn von jeder deutschen Variante abhebt. Also schnapp dir deine Kartoffeln, besorg dir eine Flasche Kewpie-Mayo und lass dich überraschen, wie unglaublich gut diese einfache Beilage schmeckt. Ob als Banchan zum Korean BBQ, im Sandwich oder einfach als Salat zum Grillen, dieser Gamja Salad wird garantiert öfter auf deinem Tisch landen. Ich freü mich riesig, wenn du das Rezept ausprobierst, erzähl mir gerne in den Kommentaren, wie es dir geschmeckt hat!

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Für die typische halbgestampfte Konsistenz, teils cremig, teils stückig, ist ein stabiler Kartoffelstampfer aus Edelstahl ideal. Wir empfehlen dieses Modell.

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Die Mama kocht

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Häufig gestellte Fragen

Was ist koreanischer Kartoffelsalat?

Koreanischer Kartoffelsalat (Gamja Sälleodeu) ist eine cremige Beilage aus grob gestampften Kartoffeln, Mayonnaise, hart gekochtem Ei, Gurke und Karotte. Anders als der deutsche Kartoffelsalat hat er eine leicht süße Note durch Zucker und eine besonders cremige Konsistenz durch Kewpie-Mayonnaise. Er wird in Korea als Banchan (Beilage) bei Korean BBQ oder als Sandwich-Füllung serviert.

Was ist der Unterschied zwischen koreanischem und deutschem Kartoffelsalat?

Deutscher Kartoffelsalat wird je nach Region mit Brühe oder Mayonnaise zubereitet und verwendet festkochende Kartoffelscheiben. Die koreanische Version stampft die Kartoffeln grob, fügt Zucker für eine milde Süße hinzu und kombiniert sie mit Kewpie-Mayo, Gurke, Karotte, Ei und manchmal Apfel oder Mais. Das Ergebnis ist deutlich cremiger und hat ein süß-herzhaftes Geschmacksprofil.

Kann ich normalen Kartoffelsalat mit Kewpie-Mayonnaise machen?

Kewpie-Mayo ist die empfohlene Wahl, da sie durch reines Eigelb und Umami-Würze den typischen Geschmack liefert. Wer keine Kewpie findet, kann normale Mayonnaise verwenden und mit einem Spritzer Reisessig, einer Prise Zucker und etwas MSG aufpeppen. Das Ergebnis kommt dem Original erstaunlich nahe.

Welche Kartoffeln eignen sich am besten?

Mehlig kochende Kartoffeln wie Russet oder vorwiegend festkochende Sorten wie Yukon Gold sind ideal. Sie zerfallen beim Stampfen teilweise und erzeugen die gewünschte halb-cremige, halb-stückige Konsistenz. Festkochende Kartoffeln sind weniger geeignet, da sie zu wenig Stärke enthalten und der Salat nicht cremig genug wird.

Wie lange hält sich koreanischer Kartoffelsalat im Kühlschrank?

In einem luftdichten Behälter hält sich koreanischer Kartoffelsalat im Kühlschrank bis zu 3 Tage. Wichtig ist, dass die Gurke vor dem Unterheben gründlich ausgedrückt wurde, da überschüssige Feuchtigkeit den Salat schneller verderben lässt. Einfrieren wird nicht empfohlen, da die Konsistenz darunter leidet.

Ist koreanischer Kartoffelsalat ein traditionelles koreanisches Gericht?

Nein, Gamja Salad ist kein uraltes Traditionsgericht. Er entstand wahrscheinlich in der Nachkriegszeit der 1950er-Jahre unter amerikanischem Einfluss, als US-Soldaten den Kartoffelsalat nach Korea brachten. Koreaner passten das Rezept an ihren Geschmack an – mit Süße, Kewpie-Mayo und frischem Gemüse. Heute gilt er dennoch als fester Bestandteil der koreanischen Küche.

Kann ich koreanischen Kartoffelsalat auch vegan zubereiten?

Ja, indem man die Mayonnaise durch vegane Mayo ersetzt und das Ei weglasst. Optional können Kichererbsen oder Seidentofu für eine ähnlich cremige Textur sorgen. Der Rest des Rezepts – Kartoffeln, Gurke, Karotte, Zucker und Essig – ist ohnehin pflanzlich. Ein Stück Apfel gleicht die fehlende Ei-Reichhaltigkeit geschmacklich etwas aus.

Warum wird die Gurke vorher gesalzen?

Durch das Salzen und anschliessende Ausdrücken wird der Gurke überschüssiges Wasser entzogen. Ohne diesen Schritt würde die Feuchtigkeit den Salat wässrig machen und die cremige Konsistenz zerstören. Das Salzen daürt nur etwa 10 Minuten und ist einer der wichtigsten Schritte für ein gelungenes Ergebnis.